Ein Labyrinthrundgang durch das Herz von Zürich



Liebe Freunde des Zürcher Labyrinths Nun hat er am Samstag, 8. Mai, bei wunderschönem, vorsommerlichem Wetter stattgefunden: „Der Labyrinthrundgang durch das Herz von Zürich"! Es ist mein Geschenk an das 30-jährige Jubiläum des Zürcher Labyrinths, dem ich mich schon seit vielen Jahren verbunden fühle! Wir waren ein buntes Grüppchen von 15 Labyrinthfrauen - die Zahl ganz covidkonform! Die Stadt brummte, weil sich gleichzeitig zur Eröffnung der Restaurant-Aussenbereiche der Sommer angekündigt hatte. Den Treffpunkt hatte ich in unserem Labyrinth angekündigt, wo ich mit einer Einstimmung begann. Es war mir wichtig, vor allem für das erste Mal, gemeinsam das kleine Frauenlabyrinth abzuschreiten und dann diese Energie unseres schönen Platzes, mit all dem, was hier gelebt wird, in die Stadt hinauszutragen. Über die Wiese des Kasernenareals, die Sihl und den Schanzengraben erreichten wir den Max Bill Tempel an der Bahnhofstrasse, der sich uns nochmals als Sammlungspunkt und Eingangstor in die quirlige Stadt anbot. Ich hatte mir einen labyrinthischen Weg durch die Strassen, Gassen sowie Plätze, Treppen und Brücken ausgedacht und versucht, wie beim Labyrinth, die Windungen von links, dann nach rechts und so weiter abzuschreiten. Dadurch, dass unsere Innenstadt auf Moränenhügeln erbaut wurde, hiess es, nicht nur von rechts nach links, bzw. von links nach rechts, sondern auch auf- und abwärts zu gehen. Dieses Szenario passt ganz gut in mein Konzept, da wir bei diesem Rundgang durch die Stadt - angeregt von äusseren Impulsen und Wahrnehmungen - immer wieder unser Leben, unser Sein reflektieren und uns auf unser Handeln besinnen. Wie in unserem Leben gibt es Wegstrecken, die etwas anstrengender sind, auf die aber sehr angenehme, ja sogar heitere Etappen folgen. Unser Einstieg war die Augustinergasse, durch die wir uns gleich zu Beginn „labyrinthisch" durch eine Menschenmenge und mit Corona-Abstand aufgestellten Restaurant-Tischen durchschlängeln mussten. Weiter gings über den Hügel des St. Peter, hinab zur Limmat und für den mittleren Bogen hinüber auf die andere Limmatseite, um dann bei einer nächsten Brücke wieder zurück auf die Lindenhofseite zu gelangen. Teilstücke liefen wir in angeregten Gesprächen, ab und zu unterbrochen von Impulsen meinerseits, dann auch meditativ, so z.B. pilgernd in Stille. Wertvoll waren auch hin und wieder Einlagen von Teilnehmerinnen, die zu gewissen Orten einen persönlichen Bezug hatten und so meine Kommentare sinnvoll ergänzten. Weil unser Weg in 3 Std. zurückgelegt werden sollte, musste ich mich auf die inneren vier Kreise des Labyrinths beschränken. Dennoch hoffe ich, dass meine Mitschreiterinnen die verschiedenen Energien der Gänge erspüren konnten. Schade wäre es nun, wenn ich für diejenigen, die nicht dabei waren, den ganzen Weg und unsere Erlebnisse beschreiben würde. Die Überraschungen auf dem Weg wären für eine spätere Teilnahme vorweggenommen! Doch möchte ich an dieser Stelle nicht unterlassen, Rosmarie Schmid, mit Agnes Barmettler zusammen die Frau der ersten Stunde unseres Labyrinthplatzes und der grossen Labyrinthbewegung, für ihr zweites, interessiertes Mitgehen zu bedanken. Sie war es auch, die, fast am Ende unserer Tour, vor dem ehemaligen Beginenhaus in der Augustinergasse, irrtümlich „zum Irrgarten“, statt „Labyrinthgarten“ genannt, unserem Rundgang einen wunderbaren Schlusspunkt setzte. Sie erzählte uns, wie für sie, dieses älteste Hauszeichen von Zürich, bei der Eingabe ihres „Labyrinth-Projektes“ an die Zürcher Stadträte, zum wahrhaften Glücksbringer wurde. Dein Beitrag war so spontan und einmalig! Danke, liebe Rosmarie! Da einige von euch, aus irgendwelchen Gründen, dieses Mal nicht dabei sein konnten, werde ich am Samstag, 25. Sept. von 14 - ca 17h diesen Labyrinthrundgang nochmals anbieten. Wie das erste Mal, seid ihr zum Jubiläumsjahr dazu eingeladen. Da sich die Gruppengrösse von 15 Personen bewährt hat, werde ich auch dieses Mal die Teilnehmerzahl beibehalten. Ihr könnt euch schon heute bei mir per SMS anmelden. Die äusseren Windungen des siebengängigen Stadtlabyrinths könnte ich dann im nächsten Jahr durchführen. Ich würde mich freuen, von denjenigen Frauen, die mit mir bereits unterwegs waren, bei einer nächsten Begegnung, eine Rückmeldung zu erhalten. Vielleicht haben sie zu meiner Wegführung noch eine Anregung oder eine Ergänzung! Am Sonntag, den 27. Juni, werden wir in unserem Labyrinth unser Sommerfest und den 30. Geburtstag unseres schönen Platzes feiern. Ich habe dann vor, meine ausgearbeiteten Pläne zu meinem Labyrinthrundgang den Labyrinthverantwortlichen zu schenken! Herzliche Grüsse und bis bald wieder in unserem blühenden Labyrinth!


Mona Bienek







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