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Geschichte

 

Als der Kanton zum 700jährigen Bestehen der Eidgenossenschaft einen Wettbewerb „Zürich morgen“ ausschrieb, reichte eine Gruppe Frauen ihr Projekt ein, mit dem Ziel, neue Begegnungs- und Umgangsformen im öffentlichen Raum ausprobieren: „So selbstverständlich wie Fussballplätze, Bibliotheken, Hallenbäder und andere öffentliche Einrichtungen sollte in grösseren Gemeinden und Städten ein Labyrinthplatz zur Verfügung stehen, von Frauen initiiert, verwaltet und in Absprache mitgestaltbar, frei zugänglich für alle, als Ort der Besinnung, als Neuorientierung in der Gegenwart, als Kulturmuster für Umgangs- und Begegnungsformen im öffentlichen Raum.“ 1990 wurde der Wettbewerb-Beitrag prämiert,  1991 das Projekt im Zeughausareal eingerichtet, wo sich damals die Drogen- und MilieuSzene anfing auszubreiten.

Die Frauen wählten für das Labyrinth die klassische Form mit sieben Umgängen (nicht zu verwechseln mit einem Irrgarten, also ohne Sackgassen und Irrgänge). Heute, nach einer Umgestaltung, gelangt man auf vier Umgängen auf einen offenen Platz in der Mitte auf dem mit Pflastersteinen die sog. kretische Labyrinthform mit sieben Umgängen nachgebildet ist: das Steinlabyrinth im Herzen des Pflanzenlabyrinths. Eine Frau ist ebenso Bestandteil dieses innern Labyrinthes. Hier ist Einkehr möglich und Umkehr nötig, um gut zurück (in den Alltag) zu finden. Auf diesem Platz, umsäumt von dreizehn Steinbänken, finden die Veranstaltungen statt.

Heute befinden sich in über hundertdreissig Städten in Europa, USA und Australien öffentliche Labyrinthe, verbunden in einer internationalen Labyrinthbewegung

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