ECHO VOM HEILIGEN ABEND AM 24.12.2020


Im Labyrinth Zürich wird schon seit vielen Jahren an Heiligabend ein Lichterfest gefeiert. Diesmal fiel der schöne Brauch natürlich dem Krönchen zum Opfer. Ein paar Unentwegte versammelten sich trotzdem, um ein paar Lieder zu singen. Der Unterstand neben dem Labyrinth war liebevoll in Kerzenlicht getaucht - nicht lange: der kräftige Wind blies die meisten Lichter aus. Ein klein wild Vögelein half beim Eindunkeln noch beim Singen, wohl ein Rotbrüstchen. Einige Menschen besuchten das Labyrinth, deponierten trotz dem Regen ein paar Lichter. Nach etlichen Liedern umkreiste ein Streifenwagen der Polizei das Areal. Aha, Hüter/innen des Gartens? Das Auto verschwand im Durchgang. Einige Lieder später hielt aber ein Polizeiauto direkt neben dem Unterstand. 'Grüezi mitenand' tönte es aus dem Auto. Der Gruss wurde von den Singenden herzlich erwidert - wohl schon mit ein wenig Herzklopfen... Und jetzt? Eine Glanzidee - eine schöne Eingebung? 'Dürfen wir Ihnen ein Lied singen?', wurden die Polizist/innen gefragt. Ihren Wunsch nach 'etwas von Guns and Roses' konnten wir leider nicht erfüllen, aber wir einigten uns auf Rock my Soul. Vielleicht nicht ganz konzertreif, aber von Herzen. So etwas: zum Takt des fetzigen 'Weihnachtsliedes' leuchtete auf dem Dach des Streifenwagens bald das Blaulicht!!! Eine lustige Idee! Ein witziger 'Christbaum'... Unsere Freund/innen und Helfer/innen bedankten sich für unser Lied, die guten Wünsche - und das Auto entschwand in der Dunkelheit: uff! Natürlich war auch den Polizist/innen klar, dass da alles mit rechten Dingen zu und her ging: We are Family; Wind & Regen hat das Krönchen ja gar nicht gern 😉... also alles in Ordnung. -- Soweit also die kleine, wahre Weihnachts-Schmunzelgeschichte, vielleicht zum Weiterschenken.


NACHTRAG : …dass s'Labyrinth offesichtlich für vieli Mänsche (es sind au Familiene verbicho) es Stückli Heimat bedüütet - für mich au! So tank i allne Labyrinthfraue vo Herze für Öi grossi und wichtigi Arbet!


erlebt und aufgeschrieben von Erwin Gehrig am 6.Januar, dem Weihnachtsfest nach der julianischen Zeitrechnung


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