Kreistanzen auf dem Labyrinth während der Corona-Zeit?

Der erste Abend im April fiel der Anfangszeit des social distancing zum Opfer.

Machen wir das, denn sicher wird es bald zu Lockerungen kommen, dachte ich

mir. Gemeinsam mit andern Tanz Leitenden überlegte ich mir, wie und was

möglich sein kann mit den Auflagen : 2 m Distanz, ausschliesslich 5 Personen

und draussen. Im Labyrinth – kein Problem.

Schnell waren 8 Interessierte beisammen (ungerechterweise telefonierte ich

jenen, die oft dabei sind und die ich kenne) und wir tanzten im Labyrinth-

Innern 2x je 1 Stunde zu fünft im Mai und zu dritt im Juni (an diesem Abend

war es eher kühl)

Es galt Tänze zu wählen, die ohne Händehalten ausgeübt werden konnten.

Auch der steinige Boden war herausfordernd. Und doch – wir genossen das

Miteinander im Sinne von besser als nichts.

Im Juli nach Lockerungen und neuen Vorschriften (Adressen aufschreiben,

Hände waschen und desinfizieren und Abstand einhalten) war ich gespannt,

wer sich wohl einfinden würde. Und der 22. Juli wurde ein Abend at it`s best !

18 Interessierte fanden sich ein, der Kasernenhof war relativ leer (alle waren

wahrscheinlich am See oder im Ferienhäuschen) der Rasen frisch gemäht, vom

Sommerkafi her wenig Lärm, leicht bewölkt und angenehm warm – also beste

Voraussetzungen fürs Tanzen. Am Anfang schlug ich vor, dass wir uns – nach

Händewaschen und desinfizieren – kurz die Hände geben, um unser

Zusammensein und dessen Kraft spüren zu können. Es war ein sehr

berührender Moment, nach monatelanger Berührungs Abstinenz das

Miteinander so bewusst und physisch wahrnehmen zu können…..

Danach widmeten wir uns einfachen, schon bekannten Tänzen, die wir sehr

geniessen konnten, begleitet vom Sirren der Mauersegler, ab und an neugierig

schauenden KasernenBesuchenden und der Sicht auf die hellviolette-rosa-

gelbe und vor allem grüne Vielfalt des Labyrinth-Gartens !


Cornelia Weber 24.Juli 2020

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