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Das Winterfest im Labyrinth Sonntag, 18. Dezember 2022



Nach einigen Vorbereitungen hatten wir uns um 11h um die Feuerschale im inneren Labyrinth versammelt. Zu Beginn waren wir nur zu acht, dann gesellten sich noch eine Familie mit zwei Kindern und eine weitere Labyrinthfrau dazu, so dass wir am Ende ein schöner Kreis von dreizehn Feiernden waren: Eine Gruppe von ganz klein, über jung bis alt! Diejenigen, die an unserem Zusammenkommen verhindert waren, haben wir in unsere Gedanken eingeschlossen.


Mir, Mona, war die Gestaltung des Morgens übergeben worden. Unterstützt wurde ich mit grosser Hingabe von den deutschen Frauen Maike und Sarah, die extra von Schaffhausen angereist waren.


Unser Anliegen war es, in diese «DUNKLE ZEIT» hinein zu spüren, in der sich sowohl wir Menschen, als auch manche Tiere und die Natur in innere Räume oder in einen Winterschlaf zurückziehen, um dort «zur Ruhe und in die Stille» zu kommen.


Wir haben uns zu Beginn auf die drei Tage spätere WINTERSONNENWENDE am 21. Dezember eingestimmt, wo in der dunkelsten Nacht das LICHT neu geboren wird.


Auch die 12 RAUHNÄCHTE wollte ich mit einbeziehen, die, je nach Tradition, entweder am 21. oder am 24. Dezember bis zum 3. oder 6. Januar dauern. Es sind die Tage, in denen die Tore zu den Anderswelten durchlässiger werden und wir leichteren Zugang zu Lichtwesen, Engeln, Geistern und verstorbenen Seelen bekommen.


Mit dem zu Ende gehenden Jahr wollten wir zuerst Altes ablegen, loslassen, uns von Altem verabschieden. Von Maike angeleitet, durfte jede/jeder ein kleines Holzscheitchen mit seiner Intension beschriften und ins Feuer legen. Besonders die Kinder, welche noch nicht so vieles, wie wir Grossen, abzustreifen haben, hatten ihre Freude daran, das Feuer mit den Steckchen zu nähren!


Nach dem Loslassen folgte das Räuchern und Klären jeder/jedes Einzelnen mit von mir mitgebrachten Salbeisträusschen aus Griechenland. Besonders mein 10-jähriger Enkel Aurel, der an dem Tag seinen Geburtstag feierte, hatte an diesem Zeremoniell seine wahre Freude und übernahm gleich die Führung des Räucherns in der Runde.


Nach der Läuterung bekam jede/jeder eine Kerze in die Hand, damit wir das LICHT, das in Mutter Erde geweckt werden sollte, durch das Labyrinth tragen konnten. Zu diesem Gang durchs äussere Labyrinth begleiteten uns die feinen Klänge von Sarahs Handpan. Die Kleinen spielten dazu weitere Klanginstrumenten. Es war magisch!


Wieder zurückgekehrt am Feuer, leitete Rosmarie ihre altchinesische Übung an, um uns - zusätzlich zum Feuer - wieder aufzuwärmen. Die Wippbewegungen passten zum Wiegen des Lichtes im Mutterschoss!


Mit Blick auf die bevorstehende Zeit, in der das LICHT die Tage wieder heller werden lässt und Hoffnung bringt, hängten wir farbige Christbaumkugeln mit unseren eigenen Anliegen und jene an die Welt an die Sträucher des inneren Labyrinths. Unsere Wünsche sollen so in die Welt hinausgetragen werden.


Nun war es an der Zeit, uns in die Wärme zu begeben und bei Labyrinth-Tee, Gebäck, Brot mit veganem Aufstrich und Nüssen, die schöne Feier ausklingen zu lassen.


Mit folgendem Gedicht von Jeanne Ruland, mit dem ich das Winterfest eingeleitet hatte, wünsche ich euch allen eine frohe Weihnachtszeit sowie eine stille, besinnliche Zeit der Rauhnächte!

MONA zur Wintersonnenwende 21.12.22









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